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Unsere Hygienepauschale von 4,- EURO

Liebe Kunden,

schön dass Sie nach der langen Abstinenz für Ihre „Hair-liche“ Schönheit zu uns kommen. Endlich dürfen wir wieder Kunden empfangen!

Es ist uns sehr wichtig, dass Sie als unser sehr geschätzter Kunde über die Hintergründe von Entscheidungen zu Preiserhöhungen, bzw. in diesem Fall zu unserer neuen „Hygienepauschale“, informiert sind und diese Maßnahmen auch nachvollziehen können. Nachfolgend möchten wir Ihnen aufzeigen, warum für uns die Erhebung einer Hygienepauschale unumgänglich ist:

Friseurbetriebe dürfen seit dem 4. Mai 2020 unter strengen Auflagen wieder öffnen.

Der Mehraufwand für die Hygienemaßnahmen ist dabei sehr hoch, dass hat Auswirkungen auf die Preise.

  • Die vorgeschriebene Schutzmaske soll nach jedem Kunden gewechselt werden (ca. 1,20 €)
  • entweder Einwegumhang oder nur einmalige Verwendung eines waschbaren Umhangs (0,50 €)
  • Mittel / Tücher zur Handdesinfektion, gründliche Desinfektion des gesamten Arbeitsplatzes und Waschplatzes nach jedem Kunden sowie einmal-Kundenmaske bei Farbbehandlung (2,00 €)
  • Handschuhe, die unsere Mitarbeiter vorher vor Hautirritationen beim häufigen Haarewaschen schützten (mehrfach verwendbare Nitril-Arbeitsschutzhandschuhe), schützen jetzt auch die Kunden und müssen Einmalhandschuhe sein, die nach jedem Kunden fachgerecht zu entsorgen sind (0,20 €)
  • Dazu kommt noch Einmalgeschirr für Getränke (z.B. nur der Kaffeebecher) (0,25 €)

so dass der Selbstkostenpreis für diese Maßnahmen mit reinen Materialkosten bei über 4,- € pro Kundenbehandlung liegt, plus 19% Mehrwertsteuer.

Hinzu kommt noch der Zeitaufwand:

ca 4-6 Minuten pro Kunde / Arbeitsplatz / Vorbereitungen und Desinfektion im Hintergrund (Türklinken, Kleiderbügel, Zeitschriften...), Desinfektion der Verkehrswege...! Wenn also Friseure ca. 4,00 bis 6,00 € Hygienezuschlag verlangen, ist das kein Wucher, sondern nur ein teilweiser Deckungsbeitrag zu den neu entstandenen Kosten und wäre mit 8-10 Euro inklusive der notwendigen Arbeitszeit eigentlich vernünftig kalkuliert.

Ferner muss der Mindestabstand eingehalten werden.

Das bedeutet, das wir in der täglichen Öffnungszeit nur ca. 50-70 % (je nach Salongröße) der Kunden bedienen dürfen, die wir bedienen könnten! Wir arbeiten deshalb auch in 2 Teams in Wechselschicht, damit sich die Mitarbeiter nicht begegnen. Die Folge ist, wir können aufgrund dieser Maßnahmen deutlich weniger Umsatz machen, obwohl der Bedarf da wäre und eine entsprechende Auslastung im Vergleich zu „vor Corona“ gegeben wäre - dürfen wir aber nicht! Auch arbeitsrechtliche Regelungen lassen keine weitere Ausweitung zu!

Um überhaupt alle unsere Mitarbeiter aufgrund der Abstandsregel im Salon beschäftigen zu dürfen

(und auch weiterhin beschäftigen zu können) mussten wir Investitionen in neue Räume + Plätze vornehmen. Die Engstellen sind sicherlich bei allen Friseuren die Waschplätze - es dürfen in Wallersdorf z.B. an 4 möglichen Waschplätzen nur 2 Kunden zeitgleich Aufgrund der Abstandsregeln gewaschen werden (bedeutet Wartezeit - nicht nur für den Kunden, sondern es verlängert auch die Dauer der benötigten Arbeitszeit je Kunde, wie viele der anderen neuen Maßnahmen auch).

Diese 4,- EUR (brutto, inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer) sind also nur eine winzige Aufwandsentschädigung im Vergleich zu den neu entstandenen Kosten. Den Großteil der neuen Kosten tragen wir für Sie!

Über Ihr Verständnis und Ihre Wertschätzung würden wir uns sehr freuen!

Doris Kornherr, Josef Hällmayer und das gesamte KornHair - Team